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Alle krank im Büro? So bleiben Sie gesund!
22. Dezember 2014

Alle krank im Büro? So bleiben Sie gesund!

Arbeitnehmer zwischen 25 und 40 Jahren schleppen sich mit einer Erkältung zur Arbeit. Zwei Drittel aller Arbeitnehmer, so hat eine Forsa-Umfrage ergeben, sind davon betroffen. Die Studie ermittelte, dass sich die sogenannte Rushhour-Generation im Alter zwischen 30 und 40 Jahren nicht auskuriert und damit die Viren weiterverschleppt.

Alle krank im Büro? So bleiben Sie gesund!

Alle krank im Büro? So bleiben Sie gesund!
Bild: © MilanMarkovic78 │ shutterstock.com

Mehr als 36 Prozent sind an drei bis zehn Tagen krank zum Job gegangen. Dabei ist die Hauptursache Angst vor einer Krankschreibung und einer eventuellen Gefährdung des Jobs. Gerade Beschäftigte, die drei oder mehr Kinder haben sind davon betroffen.

Dabei haben Arbeitnehmer oft den Eindruck, dass sie ohnehin schon wegen Krankheit der Kinder fehlen. Der Präsentismus, wie die Anwesenheit mit Krankheit am Arbeitsplatz genannt wird, ist mittlerweile ein weit verbreitetes Problem für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer. Fest steht, dass wer krank seinem Job nachgeht, einfach weniger produktiv ist und für Kollegen eine Ansteckungsgefahr darstellt.

Jeder zweite Arbeitnehmer geht krank zur Arbeit

Kollegen sind vielleicht nicht so erfreut, die Chefs wahrscheinlich schon eher. Studien zufolge geht jeder zweite Deutsche krank zur Arbeit. Leistungs- und Zeitdruck sind mithin auch ein Grund. Dabei warnen Forscher vor Langzeitfolgen, die auch letztendlich den Arbeitgebern schaden können.

In einer Studie mit 3.200 Menschen sind es fast 66% Prozent, die bei Krankheit arbeiten gehen (Quelle: dak.de). Mehr als jeder Dritte schleppte sich so zwischen 3 und 10 Tagen krank an den Arbeitsplatz. 15% waren zwischen 11 und 20 Arbeitstagen präsent, obwohl sie aus gesundheitlichen Gründen besser zuhause geblieben wären.

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Gerade Arbeitnehmer die unter Leistungs-, Termin- und Zeitdruck stehen, haben Hemmungen sich einfach ins Bett zu legen. Weiterhin sind es nur geringe Vertretungsmöglichkeiten und eben Angst vor einer Entlassung. Besonders betroffen sind Erwerbstätige, die in der Bau- und Landwirtschaft arbeiten oder in Sozial-, Erziehungs- und Gesundheitsberufen. Dabei attestieren Forschern eine nachlassende Leistungsfähigkeit und weniger Produktivität. Der vermeidlich kluge Entschluss, krank zur Arbeit zu gehen, ist in aller Regel ein Trugschluss.

© Pressmaster │ shutterstock.com

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Der sogenannte Präsentismus ist erst die Spitze des Eisberges, der einmal in Langzeit-Arbeitsunfähigkeit oder Herz- und Kreislauf-Erkrankungen ausarten kann und somit tatsächlich effektiven Schaden anrichtet.

Einige Tipps, wie man sich schützen kann

Besonders in der kalten Jahrszeit quälen sich Menschen mit Erkältungen. Die Arbeit in Großraumbüros macht es Bakterien und Viren leicht, sich von einer Person auf eine andere zu übertragen. Umso wichtiger ist es, einige Kleinigkeiten zu beachten, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Ein Nieser genügt und es werden Millionen von ansteckenden Schleimtröpfchen bis zu fünf Meter weit auf den Schreibtischen, Kaffeemaschinen und Co. verteilt. Eine Faustregel besagt: befinden sich Viren erst einmal am Türgriff, so befinden sie sich nach vier Stunden im ganzen Raum.

1. Um sich zu schützen sollten Sie daher den Kontakt mit fremdem Hab und Gut weitestgehend vermeiden. Kugelschreiber, Computermäuse, Tastaturen oder Telefone sind die idealen Träger für Viren und Bakterien. Natürlich ist es im Alltag nicht möglich einfach nichts anzufassen. Das Telefon muss beantwortet werden, wenn es klingelt und auch an Türen oder Lichtschalterm kommt Niemand vorbei. Versuchen Sie sich daher schlichtweg nicht ins Gesicht zu fassen, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Die Viren und Bakterien an den Händen zu tragen genügt nicht, um sich anzustecken. Meist erfolgt die Ansteckung durch die Aufnahme über die Schleimhäute, in der Regel durch den Kontakt im Gesicht.

2. Richtig Hände waschen ist wichtig. Die Hände sollten unter fließendem lauwarmem Wasser gehalten und die Seife ordentlich zwischen den Fingern verrieben werden. Sind 30 Sekunden vorbei, können sie gewissenhaft abgespült und mit Einweghandtüchern abgetrocknet werden.

© Alexander Raths │ shutterstock.com

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3. Das Lüften in einem Büro ist und bleibt ein Konfliktthema. Dabei sollte mindestens bis zu viermal zehn Minuten am Tag gelüftet werden, auch wenn sich der eine oder andere Kollege beschwert, dass es mal kurz zieht. Auch kann die Pause genutzt werden, um bei einem Spaziergang frische Luft zu tanken. Die Aufnahme von etwas Tageslicht kann dazu beitragen, dass der Vitamin-D-Spiegel aufgeladen wird.

4. Die Raumtemperatur und das Raumklima spielen eine beachtliche Rolle. Überheizte Räume sind ein wahres Virenparadies, die ideale Temperatur liegt bei 20 Grad Celsius. Stellen Sie zusätzliche Pflanzen auf, um das Raumklima zu verbessern.

5. Auch das richtige Essen und Trinken ist wichtig. Genehmigen Sie sich nicht nur bei Krankheit von Zeit zu Zeit eine Hühnersuppe. Oft unterschätzt wirken Suppen, welche auf Brühe basieren, als entzündungshemmend und stärken die Abwehrkräfte des Körpers nachhaltig.

Achten Sie insbesondere auch auf Ihre Flüssigkeitszunahme. Denn viel Trinken ist nicht nur bei einer Erkältung wichtig. Um die Schleimhäute feucht zu halten bieten sich Heißgetränke wie Kräuter- oder Ingwertee an.

© BonnieBC │ shutterstock.com

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6. Wer an Husten leidet sollte in die Ellenbogenbeuge husten anstatt die Hand vor das eigene Gesicht zu halten. Wie bereits erwähnt fangen Sie sich so ungewollte zusätzliche Bakterien oder Viren ein.

7. Erliegen Sie nicht dem Trugschluss von Desinfektionsmitteln. An manchen Stellen machen sie durchaus Sinn jedoch töten Desinfektionsmittel alle Arten von Bakterien ab. Die Aufnahme von Bakterien stärkt jedoch das Immunsystem auf lange Sicht. Verwenden Sie Desinfektionsmittel daher mit etwas Zurückhaltung und greifen Sie lieber einmal mehr zu Seife und Wasser.

Fazit: Wer sich vor einer Erkältung schützen möchte, macht mit unseren Tipps den ersten Schritt. Wer sich wirklich krank fühlt, sollte zuhause auskurieren. Sowohl für die eigene Gesundheit als auch die Gesundheit der Kollegen ist diese Entscheidung niemals verkehrt!

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