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S&P stuft USA herab: China fordert von den USA Kürzungen des Militär-Etats
7. August 2011

China fordert als größter Gläubiger harte Sparmaßnahmen der USA

China hält 1160 Milliarden Dollar an US-Staatsanleihen. Das macht das Land zum größten Gläuber der Vereinigten Staaten. Nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch die Ratingagentur Standard & Poor’s wir China nun offenbar nervös. Die chinesische Regierung hat von den USA harte Sparmaßnahmen gefordert.

S&P stuft USA herab: China fordert von den USA Kürzungen des Militär-Etats

S&P stuft USA herab: China fordert von den USA Kürzungen des Militär-Etats. Foto: P.Fuchs/ FlickrCC

Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der größten Volkswirtschaft der Welt ruft den größten US-Gläubiger China auf den Plan: Die Regierung in Peking erklärte über ihre Nachrichtenagentur, Amerika bezhale nun für seine Schuldensucht und das kurzsichtige politische Gezerre. Als größter Gläubiger Amerikas habe China jedes Recht zu verlangen, “dass die USA ihre strukturellen Schuldenprobleme in den Griff bekommen und die Sicherheit chinesischer Dollar-Anlagen sicherstellen”.  Die USA müssten ihren Militär-Etat und die Sozialausgaben kürzen. Andernfalls könnte die Herabstufung der Kreditwürdigkeit nur der Auftakt zu noch schlechteren Bonitäts-Noten sein. Außerdem wurde die bisher führende Rolle des Dollars infrage gestellt.

Drei Tage nach der Anhebung der US-Schuldenobergrenze hatte die Ratingagentur Standard & Poor’s, die größte Volkswirtschaft auf „AA+“ herabgestuft und betont, dass der langfristige Ausblick negativ sei. „Wenn man bedenkt, dass es sich um die USA handelt, könnte man in der Herabstufung fast Ramschstatus sehen“, erklärt ein Wall-Street-Händler. Und tatsächlich hielten die Vereinigten Staaten das „AAA“ seit 1941. Die USA stehen damit eine Bonitätsstufe niedriger als etwa Australien, Österreich, Kanada, Dänemark, Großbritannien, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein.

Als Grund für die Herabstufung teilte Standard & Poor’s mit, dass man „politische Risiken“ sehe, die verhindern, dass die notwendigen Maßnahmen zur Haushaltssanierung  erfolgreich sein können. Die von den Demokraten und Republikanern am Dienstag beschlossenen Einsparungen „gehen nicht weit genug“. Die US-Regierung hat Einsparungen in Höhe von 2,5 Billionen angekündigt. Die Ratingagentur hatte jedoch bereits im Vorfeld mitgeteilt, dass Einsparungen über vier Billionen US-Dollar notwendig seien.

Die beiden Ratingagenturen Moody’s und Fitch erklärten diese Woche, vorerst an der Bestnote für die USA festzuhalten. Dennoch misst man den S&P-Ratings besondere Bedeutung zu. Die Agentur gilt als einflussreichste an den Finanzmärkten.

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