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HNO-Studie zeigt: E-Zigarette birgt Gefahren
15. Mai 2015

HNO-Studie zeigt: E-Zigarette birgt Gefahren

Sie soll Rauchern bei der Rauchentwöhnung helfen und auch für Passivraucher gut verträglich sein: Die E-Zigarette wird häufig als Allheilmittel für Raucher angeboten, die der Nikotinsucht entsagen wollen, und sie soll das schlechte Gewissen beim Rauchen in Gesellschaft verringern, weil sie vordergründig weniger Schadstoffe enthält. Doch jetzt warnen die deutschen Hals-Nasen-Ohren-Ärzte vor der elektrischen Rauchware, denn neue Studien belegen, dass sie offenbar doch nicht so ungefährlich ist, wie Raucher und selbst Nichtraucher gerne annehmen. Es scheint, also könnten die Dämpfe die Schleimhäute im Mund- und Rachenraum reizen und sogar schädigen. Selbst eine krebserregende Wirkung kann nach den Ergebnissen der Studie nicht ausgeschlossen werden. Da es sich hier um eine der ersten Studien ihrer Art handelt, könnte die Nachfrage nach elektrischen Zigaretten darunter leiden. Onlineshops wie www.clicksmoker.com dürften die Auswirkungen in diesem Fall bald spüren.

Vaping Man With Electronic Cigarette / E by jonnwilliams, on Flickr
Creative Commons Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic License   by  jonnwilliams 

 

Bisher galten elektrische Zigaretten als recht gut geeignet für Raucher, die sich den Griff zur Zigarette abgewöhnen wollten oder die mindestens weniger rauchen wollten. E-Zigaretten darf man in öffentlichen Gebäuden konsumieren. Selbst empfindliche Nichtraucher, Allergiker oder kleine Kinder sollten durch die aufsteigenden Dämpfe weniger beeinträchtigt werden. Doch Ärzte wiesen in der Vergangenheit immer wieder darauf hin, dass die Langzeitwirkungen des Konsums nicht erforscht waren, denn medizinische Studien gab es bisher nicht. Deshalb waren die scheinbaren Vorzüge der E-Zigarette auch eher mit Vorsicht zu bewerten. Eine neue Studie zeichnet jetzt ein anderes Bild der beliebten Rauchersatzware, denn es scheint, als könnten die aufsteigenden Dämpfe die zarte Schleimhaut im Mund- und Rachenbereich nachhaltig schädigen. Völlig offen ist noch, ob die Dämpfe auch Krebs auslösen können, darauf konnte die Studie noch keinen Hinweis geben. Die Experten auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und für Kopf- und Hals-Chirurgie haben das Thema demnach durchaus sehr kontrovers diskutiert. Die Veranstaltung fand vor wenigen Tagen in Berlin statt, im Zentrum der Diskussion stand diesmal unter anderem die Anwendung von elektrischen Zigaretten als Rauchersatz.

Letztlich werden erste Studien zu den Auswirkungen des elektrischen Tabakkonsums in der Medizin sehr erwartet. Doch selbst bei einer nachgewiesen schädlichen Wirkung wird sich an der Nachfrage nach E-Zigaretten wenig ändern. Shops wie CLICKSMOKER dürften somit keinen nachhaltigen Rückgang an Bestellungen feststellen. Doch für passionierte Raucher entfällt damit die Möglichkeit, sich zukünftig unbelastet ihrer Sucht zu widmen, wenn sie lediglich auf ein elektrisches Produkt umsteigen. Diese könnten nach der neuen Studie also ganz ähnlich schädlich sein wie die klassische Zigarette auch.

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