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30. April 2014

Linke will "Tag der Arbeit" umbenennen

Berlin (dts) – Die Linkspartei will den „Tag der Arbeit“ umbenennen. „Wir sollten darüber nachdenken, ob `Tag der Arbeit` noch der richtige Name für diesen Tag ist“, sagte die Parteivorsitzende Katja Kipping der „Welt“. Viele Menschen würden sich inzwischen nicht mehr vor allem über ihre Arbeit definieren.

Sie würden zwar immer noch gern demonstrieren gehen, aber „für vergnüglichere Dinge als Arbeit“. Die Linke hat auch bereits eine Idee für eine andere Bezeichnung. „Das große Thema ist die Gerechtigkeit“, sagte Kipping. „Eigentlich wäre es gut, wenn wir aus dem ersten Mai einen `Tag der Gerechtigkeit` machen.“ Vom Erfolg einer Umbenennung ist die Linke-Chefin überzeugt. In der Vergangenheit habe sich bei großen Demonstrationen zum ersten Mai gezeigt, dass die Menschen zunehmend für eine gerechte Verteilung von Lohn und von Arbeit und Freizeit sowie soziale Sicherheit auf die Straßen gingen: „Das ist sexy, und da kann auch mit den Kindern hingehen, ohne, dass die sich beim Latschen langweilen.“ Der erste Mai bleibe aber auch mit anderem Namen ein guter Tag, „um über die Grenzen der Arbeit nachzudenken“, sagte Kipping. Sie fordert ein „flexibles Modell der Lebensarbeitszeitverkürzung“. So solle jeder Mensch im Lauf seines Erwerbslebens das Recht auf vier volle Jahre Auszeit bekommen. In dieser solle er – ähnlich wie beim Elterngeld – 67 Prozent des ausgefallenen Lohns, aber mit einer Mindestabsicherung oberhalb der Armutsgrenze, erhalten. Finanziert werden soll das Modell, so die Vorstellung der Linken, als Fortentwicklung der Arbeitslosenversicherung zu einer Erwerbslebensversicherung. Für die Organisation könnte die Bundesagentur für Arbeit zuständig sein. „Das wäre ein echtes Transformationsmodell für die Arbeitsgesellschaft“, sagte Kipping.

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