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Der Glaube, dass ein Goldinvestment in unsicheren Zeiten zum sicheren Hafen wird, versetzt Anleger in einen Goldrausch: Investoren stürzen sich zurzeit auf Münzen, Barren, Fonds und Goldminen-Aktien. Sie wollen damit ihr Erspartes in Sicherheit bringen und in der Krise von der Wertsteigerung des Edelmetalls profitieren. Die Nachfrage ließ den Goldpreis deshalb erstmals seit März 2008 wieder über die Marke von 1000 US-Dollar je Feinunze steigen. Fest steht: Kaum ein anderes Edelmetall ist derart resistent gegen Wirtschaftskrisen, Inflation und Turbulenzen am Finanzmarkt.
Seitdem unser Geld nicht mehr durch Gold gedeckt ist, wirken sich Wirtschaftskrisen auch direkt auf Währungen aus. Da 1918 die Goldbindung der Mark aufgehoben wurde, schlitterte die Währung in der Weltwirtschftskrise von 1929 direkt in die Hyperinflation. Mittlerweile gibt es keine einzige Währung, die noch durch Gold vor dem Zerfall geschützt ist. Zwar können Edelmetalle ebenfalls an Wert verlieren, jedoch im Gegensatz zu Papiergeld haben sie einen Wert in sich. So müssen bereits mehrere hundert US-Dollar investiert werden, um eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) aus den Minen zu schürfen. Ein weiterer Vorteil: Gold ist praktisch unzerstörbar - im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoffen. Es verdirbt nicht, rostet nicht und schmilzt erst bei über 1.000 Grad.
Zuletzt übersprang der Goldpreis zum zweiten Mal in der Geschichte die Marke von 1000 US-Dollar. Experten begründeten den Preissprung mit der schwachen Tendenz der internationalen Aktienmärkte. Negative Nachrichten aus der Finanzbranche und die anhaltende Unsicherheit hatten die Aktienmärkte auf Talfahrt geschickt. Taugt Gold in düsteren Zeiten als einzige Anlage zum Kapitalerhalt? Davon ist Dipl. Ing. Walter K. Eichelburg überzeugt, der seit Jahren auf seiner Internetseite "Hartgeld.com" zur Goldanlage rät. Der Goldpapst ist überzeugt: Gold und Silber sind die Rettungsboote schlechthin.
Seit Jahren empfehlen Sie auf Ihrer Homepage Edelmetall-Anlagen. Warum?
Ich empfehle Gold und Silber, weil diese beiden Geld-Metalle über 3000 Jahre lang Geld waren und es wieder werden, sobald das heutige Finanzsystem untergeht. Und dass dieses untergeht, sieht man gerade. Das zeigt auch der steigende Goldpreis: die Leute suchen die Sicherheit des Goldes hinter dem keine kollabierenden Banken oder inflationierenden Zentralbanken stehen.
Sie empfehlen auch, dass jeder etwa 100.000 Euro in Gold oder anderen Edelmetallen anlegen sollte. Warum setzen Sie diese Grenze so hoch?
Ich setze gar keine Grenze. Auch mit einem Vermögen von 10.000 Euro kann man schon in Gold und speziell Silber investieren. Darunter macht es wenig Sinn, weil auch ein "Notgeld" in Form von Euro und Schweizer Franken vorhanden sein sollte. Aber es stimmt sicher, dass die Mehrzahl der Leser auf meiner Website www.hartgeld.com Investoren im etwas höheren Bereich sind. Man muss sich eben anpassen.
Man sollte also einen Teil seines Vermögens in Fremdwährungen umschichten?
Es macht viel Sinn, sich auf Gold und Silber zu konzentrieren, denn nur so wird man den optimalen Vermögensschutz erreichen können. Der richtige Investor konzentriert sich auf die beste Anlageklasse und diversifiziert nicht. Als Alternative zum Papiergeld kommen vielleicht noch am ehesten - neben Gold und Silber - Agrarflächen in Frage, welche allerdings nicht so flexibel sind. Auch der Schweizer Franken ist wie die anderen Währungen nur "Toilettenpapier", aber nicht vom politischen Zerfall bedroht wie der Euro.
Lohnt sich das Gold-Investment auch für den „kleinen Mann“?
Zuerst soll der "kleine Mann" einmal seine Schulden loswerden, erst dann kann er überhaupt dran denken, in irgendetwas zu investieren. Bei kleineren Summen sollte man sein Geld aber durchaus in Silbermünzen anlegen.
Ist Silber das bessere Gold in Krisenzeiten?
Gold ist das Geld des "reichen Mannes" aufgrund der höheren Wertdichte. Silber nennt man auch "poor man`s gold", also das Gold des armen Mannes. Nachdem es viel mehr Arme als Reiche gibt, wird der Run, wenn er einmal richtig losgeht, bei Silber besonders stark sein. Die Wertsteigerung bei Silber wird sicher fünfmal höher als bei Gold sein. Anleger sollten daher auf Silber keinesfalls verzichten.
Was denken Sie über Platin? Unterbewertet oder als Industriemetall für Privatanleger eher ungeeignet in Zeiten der Wirtschaftskrise?
Platin und besonders Palladium sind primär Industriemetalle. Man sieht derzeit, wie stark deren Preise gesunken sind. Daher empfehle ich vor allem Gold und Silber.
Obwohl in Krisenzeiten der Goldpreis immer gestiegen ist, verhält sich dieser seit Oktober 2008 doch eher ruhig. Dieser war im Februar 2008 immerhin höher als jetzt. Wie erklären Sie sich diese Entwicklung?
Der Goldpreis wird seit Jahren von den Zentralbanken gedrückt. Besonders stark ist das seit Sommer 2008 der Fall. Mittlerweile ist er wieder auf 1000 US-Dollar gestiegen. Gold ist die Konkurrenz zum Papiergeld und anderen Finanzwerten, also musste der Preis runter. Sobald die grosse Flucht aus dem Finanzsystem ins Gold losgeht, dann ist das Finanzsystem erledigt. Banken und Staaten gehen endgültig pleite.
Wie schätzen Sie Entwicklungen am Finanzmarkt ein, erwartet uns der große „Crash“?
Der grosse Crash ist seit Sommer 2007 unterwegs und seit Herbst 2008 ist er intensiver geworden. Die grosse Katastrophe mit dem Untergang beziehungsweise Staatsbankrott der wichtigsten Länder USA und Deutschland wird vermutlich im Sommer 2009 folgen. Erst dann wird die breite Masse der Bevölkerung die Krise merken. Aber dann ist es wie immer zu spät, da die Rettungboote Gold und Silber garantiert nicht mehr erhältlich sein werden.
Walter K. Eichelburg betreibt seit 2005 die Internetseite Hartgeld.com, die seit Bestehen bereits über 23 Millionen mal besucht wurde. Walter Eichelburg ist Network Technology Consultant sowie Investor und Autor zahlreicher Artikel am technischen- und Finanzsektor.
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Quelle: www.hartgeld.com
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