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14. Juni 2007 Druckversion | Kommentar schreiben

INTERNET & TECHNIK

Google: Das sieht die Welt bei "Street View"

Google: Das sieht die Welt bei
Mitarbeiter schießen Bilder für den neuen Dienst «Street View», den es seit Ende Mai 2007 in den USA gibt. Die hochmoderne Kamera klemmt auf einem Autodach, ihre Linse im 360-Grad-Modus sieht alles und fotografiert permanent - alles, was ihr vor die Linse kommt.





Kaum ein Tag vergeht ohne eine Meldung rund um den hyperaktiven Internet-Giganten Google, der reihenweise Dienste lanciert. Klickt man auf die erst in den USA verfügbare Funktion Street View, beamt man sich in Google Maps gewissermassen aus der Vogelschau auf den Asphalt hinunter und kann so zum Voyeur werden: Frauen ohne Bikini oder Männer vor Strip-Lokalen zum Beispiel. Die Bilder kommen ins Netz. Dabei erfreut der neue Google-Dienst längst nicht jeden, in Internetforen in den USA toben erhitzte Debatten über das Für und Wider. Auch Anwälte haben sich bereits zu Wort gemeldet. Doch Google teilte in einem Email an die Zeitung Sun mit, dass die Bilder nicht gegen das Gestz verstoßen würden. Das Street View feature enthalte nur Bilder, die Mitarbeiter in der Öffentlichkeit und auf öffentlichem Terrain geschossen haben", sagte ein Sprecher von Google, Megan Quinn. "Diese Bildergalerie unterscheidet sich in keinster Weise davon, was jeder normale Passant auch sieht", sagt der Sprecher weiter.

Dabei ist die Idee des Google-Angebots so neu nicht: Online-Einzelhändler Amazon hatte schon im Januar 2005 einen ähnlichen Dienst ins Leben gerufen, stellte ihn aber ein Jahr später wieder ein, weil er nach eigenen Angaben nicht in die Firmenstrategie passte. «Street View» soll dagegen wachsen. Noch ist es auf die US-Metropolen San Francisco, New York, Las Vegas, Denver und Miami beschränkt, aber bald sollen auch große Städte in Europa dabei sein. Mit Einzelheiten hält sich Google allerdings noch zurück.
Die Sehenswürigkeiten der Städte sind bei Google Street View weniger wichtig. Über die Zusammensetzung des Publikums und dessen Vorlieben erfährt man aber einiges: in Blogs wie StreetViewr.com, GoogleSightseeing.com oder Street View Fun.

Manche Personen sehen sich vielleicht nicht gerne identifiziert, wie der Herr vor dem Stripteaselokal. Doch die Aufregung ist auch ein wenig aufgesetzt, da Gesichter durch die Qualität der Bilder oft nur schwer erkennbar sind. Am meisten Details zeigt Street View von Autos, da die Aufnahmen von fahrenden Fahrzeugen aus gemacht werden. So sind manche Nummernschilder gut lesbar, doch der Nutzwert dieser nicht einmal datierten Information tendiert Richtung null.


Quelle: www.mapmole.com/

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