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06. Oktober 2009 Druckversion | Kommentar schreiben

VERSCHIEDENES

Millionen Kinder weltweit Opfer von Gewalt und Ausbeutung

Millionen Kinder weltweit Opfer von Gewalt und Ausbeutung
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Millionen Mädchen und Jungen weltweit sind nach einer Erhebung des UN-Kinderhilfswerks UNICEF Opfer von Gewalt, Ausbeutung oder Menschenhandel. So müssen 150 Millionen Kinder unter 15 Jahren hart arbeiten und könnten deshalb nicht zur Schule gehen.





Millionen Mädchen und Jungen weltweit sind nach einer Erhebung des UN-Kinderhilfswerks UNICEF Opfer von Gewalt, Ausbeutung oder Menschenhandel. So müssten etwa 150 Millionen Kinder unter 15 Jahren hart arbeiten und könnten deshalb kaum oder gar nicht zur Schule gehen, heißt es in einem UNICEF-Bericht. Schätzungen zufolge kamen 2007 rund 51 Millionen Kinder zur Welt, ohne dass ihre Geburt registriert wurde. Ohne Geburtsurkunde aber sind Kinder einer Ausbeutung schutzlos ausgeliefert. Jedes dritte Mädchen in Entwicklungsländern werde als Kind verheiratet.

Das UN-Kinderhilfswerk beklagt in seiner ersten umfassenden Bestandsaufnahme zu Kinderrechtsverletzungen weltweit, dass mindestens eine Million Kinder in Gefängnissen sitzen - mehr als die Hälfte von ihnen ohne Gerichtsverfahren. Mehr als 18 Millionen Minderjährige wachsen demnach in Familien auf, die aufgrund von Kriegen oder Naturkatastrophen aus ihrer Heimat vertrieben wurden.

Vor allem Mädchen werden laut UNICEF benachteiligt. In mindestens 29 Ländern der Erde seien Mädchen durch die Tradition der Genitalverstümmelung bedroht. Der Anteil der Kinderheiraten liege in den Ländern Niger, Tschad und Mali bei über 70 Prozent, in Bangladesch, Guinea und der Zentralafrikanischen Republik sind es laut UNICEF mehr als 60 Prozent. Allerdings sieht der Bericht in diesen Bereichen auch Fortschritte: In vielen afrikanischen Ländern sinke der Anteil der Mädchen, die an ihren Genitalien beschnitten werden. In Ländern wie Bangladesch, wo Kinderheiraten weit verbreitet sind, sei das Heiratsalter der Mädchen leicht gestiegen.

"Eine Gesellschaft kann sich nicht entwickeln, wenn ihre jüngsten Mitglieder in Kinderheiraten gezwungen, sexuell ausgebeutet und ihrer grundlegenden Rechte beraubt werden", sagte UNICEF-Direktorin Ann Veneman. Das Hilfswerk nennt fünf Handlungsschwerpunkte um Kinder besser zu schützen, darunter bessere Schutzmaßnahmen bei Katastrophen, breite Bündnisse zwischen Regierungen sowie bessere Datenerhebungen. Der Report zum Kinderschutz trägt laut UNICEF Daten aus nahezu allen Ländern der Erde zusammen.



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