INTERNET & TECHNIK
Mit Billiglaptop gegen die Armut
Während die G8-Teilnehmer in Heiligendamm darüber diskutieren, wie Afrikas Wirtschaft gestärkt werden kann, wird anderswo bereits gehandelt: Mit seinem 100-Dollar-Laptop will IT-Guru Nicholas Negroponte armen Kindern Zugang zum Weltwissen verschaffen.
|
 |
 |
Die internationale Initiative "One Laptop per Child" (OLPC) stellte am Donnerstag am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam zwei Prototypen ihres 100-Dollar-Laptops vor. Mit dem Gerät will IT-Guru Nicholas Negroponte, Urheber des Projekts die Kluft zwischen Industrie- und Entwicklungsländern verringern. Er will Millionen von armen Schulkindern mit den Lerncomputern namens XO auszustatten und ihnen auf diese Weise Zugang zum Wissen dieser Welt zu verschaffen.
Da Kinder in Entwicklungsländern allerdings erfahrungsgemäß über wenig bis gar kein Geld verfügen, soll der Rechner nicht über den normalen Handel, sondern über die jeweiligen Staatsregierungen an die Kinder weitergegeben werden. Die Regierungen sollen die Geräte kaufen und anschließend über die Schulen an die Kinder verteilen. Produziert wird der XO von dem taiwanesischen Hersteller Quanta. Da Strom in Entwicklungsländern Mangelware ist, haben die Tüftler einen besonderen Lap-Top geschaffen: Einerseits verbraucht der Kinderrechner nur wenig Energie und kann bis zu zehn Stunden lang verwendet werden. Zudem kann jeder Rechner mithilfe einer Art Jojo wieder aufgeladen werden.
| Leserkommentare | | Es sind noch keine Leserkommentare vorhanden. |
|
|
|