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Roulette bei den Gaspreisen zum Jahresbeginn
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Donnerstag, 17. Mai 2012
FAMILIE & WOHNEN

Roulette bei den Gaspreisen zum Jahresbeginn

Roulette bei den Gaspreisen zum Jahresbeginn
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Viele Verbraucher werden ab Januar 2009 weniger für ihr Gas bezahlen müssen. Nach einer aktuellen Recherche des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de (www.toptarif.de) haben 40 regionale Versorger, unter ihnen die EnBW und viele größere Stadtwerke aus Nordrhein-Westfalen und Sachsen, angekündigt, ihre Gaspreise in den ersten beiden Monaten des kommenden Jahres um 2 Prozent bis 10 Prozent zu senken. Ihnen stehen allerdings 12 Anbieter gegenüber, die ihre Preise um bis zu 26 Prozent erhöhen wollen.





„Die angekündigten Preisnachlässe belaufen sich auf etwa 0,2 Cent bis 0,8 Cent pro kWh“, erklärt Tarifexperte Thorsten Bohg von toptarif.de (www.toptarif.de). „Eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gas kann somit je nach Versorger mit einer Kostenreduzierung von 40 Euro bis 160 Euro rechnen.

Endverbraucher, bei denen das Gas teurer wird, müssen sich hingegen auf jährliche Mehrkosten von bis zu 370 Euro einstellen. Hier planen unter anderem die Stadtwerke Potsdam und die Nürnberger N-ERGIE zum 01. Januar Erhöhungen jenseits der 20 Prozentmarke.

„Für die aktuell uneinheitliche Preisentwicklung bei den Versorgern gibt es ein ganzes Bündel an Erklärungen“, macht Bohg aufmerksam. „Viele der Versorger, die zum Januar ihre Tarife senken, hatten diese in den vergangenen Monaten um bis zu 2 Cent pro kWh erhöht und kommen von einem hohen Preisniveau. Bisher günstigere Versorger, die die Preise über einen längeren Zeitraum stabil gehalten haben, holen diese Erhöhungen nun nach. Wegen der zeitlichen Verzögerung bei der Ölpreisbindung des Gases ist daher erst im kommenden Frühjahr mit einer generellen Tendenz zu fallenden Preisen zu rechnen, vorausgesetzt, dass der aktuelle Ölpreis relativ konstant bleibt. So haben bereits die RWE, E.ON, die Berliner GASAG und viele kleinere, lokale Stadtwerke Preissenkungen für das kommende Frühjahr in Aussicht gestellt.“

„Gerade bei kleineren Versorgern sind in der genauen Preisgestaltung zudem kommunale Aspekte von Bedeutung“, führt Bohg weiter aus. „Hier spielt eine wichtige Rolle, in welcher Wettbewerbssituation sich die jeweiligen Unternehmen auf ihren regionalen Märkten befinden, wie die einzelnen Anteilseignerstrukturen aussehen und welche Vorversorger für die Anbieter tätig sind.“

„Die meisten Haushalte können von der aktuellen Preisentwicklung doppelt profitieren“, macht Bohg deutlich. „Da sich viele Wettbewerber an den Grundversorgungstarifen der lokalen Anbieter orientieren, werden auch sie bei fallenden Preisen günstigere Konditionen anbieten. Insofern lässt sich bei einem einfachen und durchweg risikolosen Wechsel des Anbieters noch mehr Geld einsparen.“



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