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SPECIAL "Raus aus Deutschland": Fürstentum Andorra
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Donnerstag, 17. Mai 2012
POLITIK

SPECIAL "Raus aus Deutschland": Fürstentum Andorra

SPECIAL
"On the road again" - ein neues Abenteuer liegt vor mir, das mich in ein kleines, fürstliches und familiäres Land führt. Die Reise geht in das Fürstentum Andorra, da wo die Zeit rast und trotzdem noch inne hält. Wir reisen wieder in die Welt hinaus und treffen Hans H. Boldt. Er hat 1983 seine Zelte in Deutschland abgebrochen und lebt nun im Fürstentum.





"Gebaut wird im Fürstentum Andorra, was die Betonmischer hergeben, manchmal sogar in der Nacht, ein bisschen wie in Dubai, nur eben nicht so hoch", erzählt mir Hans H. Boldt. Er hat Deutschland den Rücken gekehrt, um sich im Fürstentum Andorra nieder zu lassen. Der Zwergenstaat zwischen Innovation und Tradition: Ein Schnellzug, der auf traditionsreichen Schienen läuft und dessen Passagiere aber immer noch am alten Denken festhalten. Hans H. Boldt lebt seit 25 Jahren in Andorra und genau deshalb sprechen wir mit ihm über das Fürstentum hoch in den Pyrenäen.

Markenpost.de: Warum haben Sie beschlossen auszuwandern und Deutschland zu verlassen?

Noch während meines Studiums bin ich durch die steuerliche Nichtanerkennung meiner ersten selbständigen Tätigkeit auf die Problematik Steuern aufmerksam geworden. Die Zeit, als großartige deutsche Unternehmer sagen konnten: "Ich danke allen, die mich haben machen lassen" war also vorbei. Je höher die Staatsquote, um so mehr wird der Staat statisch, und mutiert damit mehr zu einem Hindernis für den aktiven Bürger. In Deutschland wird eine überwiegend an den Belangen der Großindustrie ausgerichtete Politik gemacht. Da blieb nur wenig Raum für neue Selbständige. Mittlerweile wird auch die Luft für kleine und mittlere Unternehmen ziemlich dünn. Es gab schon damals Teile der Gesellschaft, die am Futternapf saßen und alles unternahmen, um Wettbewerb und freie Marktwirtschaft einzuschränken und die heute noch schnell die Wurst vom Brot der künftigen Generationen verbraten. Insgesamt keine guten Bedingungen. Ich habe einmal in das hässliche Gesicht deutscher Sicherheitsbehörden gesehen, wie diese mit Rasterfahndung Treibjagd auf unbescholtene Bürger machen.

Markenpost.de: Also ein Leben mit Überwachung statt in Freiheit?

Wer einmal nur wegen einer Eigentumswohnung, die über einen Hinterausgang verfügt, in das Visier der hysterischen staatlichen Überwachung geraten ist und über längere Zeit nur noch aufgescheuerte Briefpost erhalten hat, entscheidet sich gerne für persönliche Sicherheit durch Auswandern vor Staatsterror. Deshalb hoffe ich, dass sich irgendwann noch einmal genug mutige Frauen und Männer in Deutschland finden, die noch rechtzeitig der immer weitergehenden Aushöhlung von Grundrechten, der Einschränkung von Freiheit und Untergrabung von Demokratie entschieden entgegentreten werden, bevor es wieder zu spät ist.

Markenpost.de: Warum sind Sie gerade nach Andorra gezogen?

Zugrunde liegt auch die Überlegung, dass ein Standort, an dem keine Steuern oder nur mehr oder weniger geringe pauschalierte Steuern erhoben werden, zwangsläufig eine geringere Regelungsdichte bedingt. Aufwendige kostenlose Hilfsdienste für die Finanzverwaltung entfallen so zumindest teilweise, so dass mehr Zeit für tatsächlich produktives Arbeiten oder die Familie bleibt. Und das Wetter sollte möglichst auch etwas besser als in Deutschland sein. Zum Zeitpunkt, als die Entscheidung für einen geeigneten Standort anstand, sollte es wegen meiner seinerzeit noch lebenden Mutter ein Standort in Europa sein, der vorzugsweise auf dem Landweg erreichbar ist. So fiel die Wahl letztlich auf Andorra. Hinzu kam, dass ich zu dieser Zeit ein Projekt für ein französisches Unternehmen in Andorra zu erledigen hatte.

Markenpost.de: Wie lange leben Sie nun schon in Andorra?

Ich wohne nun schon ununterbrochen seit Anfang 1983 im Fürstentum, also fast 25 Jahre.

Markenpost.de: Welche Vorteile hat Ihre „neue Heimat“ im Gegensatz zu Deutschland?

Einfach mehr oder weniger in Ruhe gelassen zu werden, ist für mich der wichtigste Punkt. Seit sich Andorra im Jahre 1993 eine eigene Verfassung gegeben hat, ist es eines der wenigen Länder, in welchem die Allgemeinen Menschenrechte ohne Ausnahmen und Vorbehalte uneingeschränkt und direkt Gültigkeit erlangt haben. Artikel 5 der andorranischen Verfassung erklärt die Resolution 217 der Vereinten Nationen 1948 schlicht und einfach für gültig in Andorra. Wenn man bedenkt, dass diese Rechte als unteilbar und vom Menschen nicht abtrennbar gelten, dann ist dies zumindest ein sehr ordentlicher Ansatz, auch wenn in der Praxis diese Rechte immer wieder neu erkämpft werden wollen. Vergleichen Sie dazu einmal die Liste der Vorbehalte und Ausnahmen, die viele Staaten getroffen haben, sogar noch von der "abgespeckten" Version der Menschenrechte, der Europäischen Menschenrechtskonvention. Wenn ich auf der Straße dem Regierungschef begegne und mein Gruß freundlich erwidert wird, dann ist dies Sicherheit im ursprünglichen Sinne des Wortes; keine Bodyguards und andere "Sicherheitsbeamte" mit Stahlhelmen und kugelsicheren Westen, die den Bürger umrennen.

Markenpost.de: Andorra muss dann sehr sicher sein?

Die Kriminalitätsrate ist insgesamt gering im Vergleich zu anderen Ländern. Die sichtbare Straßenkriminalität ist fast nicht existent. White-Collar Crime dürfte zwar ähnlich hoch wie anderen Orts sein, tritt aber nicht sichtbar in Erscheinung.

Markenpost.de: Was schätzen Sie noch an Andorra?

Es gibt bisher noch nicht so viele steuerähnliche Zwangsabgaben, wie GEZ oder gesetzlich verordnete Inanspruchnahme von überflüssigen Dienstleistungen wie Schornsteinfeger und ähnlichem. Familien mit schulpflichtigen Kindern wird vielleicht interessieren, dass in Andorra 5 verschiedene Schulsysteme zur Auswahl stehen. Eine Einschulung ist bereits mit unter 3 Jahren möglich, also in einem Alter, wo insbesondere auch Sprachen leicht und fast spielerisch erlernt werden.

Markenpost.de: Sprachen erlernen wird Kindern in Andorra also leicht gemacht?

Standortbedingt eröffnet sich in Andorra die Möglichkeit, frühzeitig ein besseres Verständnis für Fremdsprachen zu entwickeln. Je nach Schultyp gibt es unterschiedliche Präferenzen umfassend meist Katalanisch, Französisch, Spanisch. Alsbald kommt Englisch und Latein hinzu, später folgen weitere Sprachen als Wahlfächer. Da es nur Ganztagsschulen gibt, werden berufstätige Eltern entlastet. Der andorranische Sozialversicherungsträger hat vor einigen Jahren aus überschüssigen Mitteln über das ganze Land verstreut in den Bergen von Andorra monumentale Kunstobjekte von international renommierten Künstlern wie Dennis Oppenheimer u.a. installieren lassen. Die andorranische Krankenkasse übernimmt 75 Prozent der Arzthonorare und Arzneimittelkosten sowie 90 Prozent der Krankenhauskosten.

Markenpost.de: Also ein "Sozialfürstentum"?

Das Fürstentum verfügt über ein modernes Krankenhaus mit ausschließlich Einbettzimmern. Freie Wahl des Arztes und durch das System der Rückerstattung wissen die Patienten, was die Leistungen tatsächlich kosten, so dass der Krankenkassen- und Rentenbeitrag nur fünf Prozent des Einkommens eines Angestellten schmälert. Arbeitgeber müssen allerdings 13 Prozent Sozialversicherungsbeiträge für ihre Angestellten einzahlen, eine Arbeitslosenversicherung gibt es bisher nicht. Im letzten Jahr hat der Sozialversicherungsträger wieder einen Überschuss in zweistelliger Millionenhöhe erwirtschaftet. Medikamente sind im direkten Vergleich erheblich billiger als in Deutschland. Am besten ist allerdings, wenn man gesund bleibt und das alles nicht braucht. Womit wir schon beim nächsten Punkt wären. Der andorranische Lebensmittel Einzelhandel bietet ein reichhaltiges Angebot, auch an hochwertigen Lebensmitteln, aus der ganzen Welt zu akzeptablen Preisen, also nicht unbedingt günstiger als in Deutschland.

Markenpost.de: Dann ist Andorra also ein kleines, edles Schlemmerparadies?

Delikatessläden wird man eher nicht finden, diese Produkte gehören einfach zum normalen Sortiment dazu. Nicht selten findet man aber Lebensmittelgeschäfte, die nicht nur eben ein Käseregal haben, sondern mal eben dem Verbraucher einige hundert Quadratmeter für die Präsentation ihres reichhaltigen Käse-Sortiments oder eine ganze Etage voller Spirituosen bieten. Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Tabak sind übrigens preislich wesentlich günstiger in Andorra. Auch die Preise für Energie und Treibstoffpreise sind noch moderat. Aber Konsum ist bei weitem nicht alles. Es gibt keine deutsche Stadt, die bei einer ähnlichen Einwohnerzahl ein vergleichbares kulturelles Angebot vorweisen kann wie die sieben Gemeinden des Fürstentums. Erst kürzlich war hier eine Andy Warhol Ausstellung zu sehen.

Markenpost.de: Andy Warhol und Dennis Oppenheimer. Das Fürstentum ist für Kunstliebhaber wahrscheinlich sehr interessant. Was bietet Andorra in dieser Hinsicht noch?

Andorra lebt hauptsächlich vom Tourismus. Ski- und alle erdenklichen Freizeitaktivitäten sind daher enorm entwickelt. Das moderne Thermalspassbad Caldea will nun sein Areal vergrößern und zum größten Thermalbad in Südeuropa werden. Die Schulkinder haben als Schulsport im Winter Skifahren, alle Gemeinden außer La Massana verfügen über eigene Hallenschwimmbäder. Einen Eislaufpalast gibt es auch. Und bis zum Mittelmeer sind es nur knapp drei Autostunden.


Markenpost.de: Jeder Ort hat seine Vorteile, aber natürlich auch Nachteile. Welche negativen Seiten hat Andorra?

Ausländer erlangen die wirtschaftlichen Rechte erst nach einem ununterbrochenen genehmigten Wohnsitz von mehr als 20 Jahren in Andorra. Theoretisch haben Sie danach bis auf das Wahlrecht die gleichen Rechte wie die Andorraner in Andorra. Bis dahin dürfen sich Ausländer und Gebietsfremde nur mit einem Drittel an andorranischen Gesellschaften beteiligen und der Erwerb von Immobilieneigentum ist auf ein Objekt
beschränkt. Wohnraum und Immobilien sind im Mikrostaat Andorra mittlerweile sehr teuer im Vergleich zu den Preisen auf dem "flachen Land" der beiden großen Nachbarländer Frankreich und Spanien. Besonders im Ausländer- und Staatsbürgerschaftsrecht herrscht Behördenwillkür und geringe Rechtssicherheit. Die Unabhängigkeit der Gerichte ist noch ausbaufähig. Hierzu fragt man am besten exemplarisch Personen und Unternehmen, die in Andorra schon einmal ein durch Exequatur als rechtskräftig anerkanntes Urteil zur Vollstreckung gebracht haben. Handwerker, besonders die guten, sind in Andorra Mangelware.

Markenpost.de: Wie kommt es denn dazu, dass ein Land keine Handwerker oder zu wenige davon hat?

Ursache ist der anhaltende Bauboom. Wenn man überhaupt einen Handwerker findet, der tatsächlich noch Interesse an einem Auftrag hat und einmal vorbei kommt, um sich den Auftrag anzusehen, dauert es eventuell noch Monate und manchmal mehrere Jahre, bis dieser zur Tat schreitet, wenn überhaupt. Und ausländische Handwerker können, zumindest wenn es länger als eine Woche dauert, ohne eine vorherige Beantragung und Bewilligung
einer Arbeitsgenehmigung nicht so einfach in Andorra tätig werden.
Einkaufen ist auch nicht leicht, denn viele Geschäfte führen mehr oder weniger ein ähnliches Sortiment und man muss genau wissen, was man wo kaufen kann.

Markenpost.de: Ein Land, in dem das Einkaufen schwer ist- das hören wir meist von Auswanderern, die sich außerhalb Euopas niedergelassen haben.

Der Handel ist eben überwiegend auf den Bedarf der Touristen ausgerichtet, und nicht so sehr auf die tatsächlich permanent hier wohnende Bevölkerung oder auch meine Vorstellungen von Qualität und Geschmack, so dass vieles erst importiert werden muss, was über den täglichen Bedarf hinaus geht. Eben doch ein bisschen Offshore Leben. Der ständig klagende Handel könnte den Umsatz erheblich steigern, wenn dieser die Ware nicht nur
verteilt, sondern auch aktiv verkaufen würde. Vor zwanzig Jahren haben wir jeden Sommer noch die Touristen gebraucht, um Verkehrsstaus auf den Straßen des Landes zu erzeugen. Heute schafft das die Bevölkerung in den Hauptverkehrszeiten sehr gut alleine.

Markenpost.de: Das hört sich nach einem großen Problem an in einem kleinen Land. Wie geht Andorra mit diesem Problem um?

Zwischenzeitlich versucht man, das tägliche Verkehrsproblem mit High Tech zu beheben. Dazu wird die Verkehrsführung und die Fahrtrichtung je nach aktuellem Verkehrsaufkommen für einzelne Spuren elektronisch neu festgelegt. Etwas stressig wird es bei hohem Verkehrsaufkommen wenn
eine Fahrspur hinter einem der vielen Mini-Kreisel anders geschaltet ist, als vor diesem und die Teilnehmer im Kreisel die Spuren wechseln müssen. Lost im Kreisel. Das erfordert mehr Aufmerksamkeit und ist nichts für Gewohnheitsmenschen oder Ortsfremde. Wer tendenziös an Platzangst leidet, für den ist der von hohen Bergen eingebettete Zwergstaat Andorra, in dem nicht nur die Parkplätze etwas kleiner sind als anderswo, nicht der richtige Platz.

Markenpost.de: Themenwechsel: Was machen Sie beruflich in Ihrer "neuen Heimat"?

In Andorra mache ich selbst fast nichts. Und neu ist der Ort meines Wohnsitzes und Lebensmittelpunktes nach 25 Jahren auch nicht mehr wirklich.
Beruflich befasse ich mich für eine international tätige Kanzlei und Beratungsunternehmen mit der wirtschaftlichen Nutzung von Niedrigsteuerländern, insbesondere mit den Gewerblichen Schutzrechten, hier Lizenzen, Marken- und Domain-Namen sowie der Gründung und Verwaltung von Gesellschaften als auch die Errichtung von transnationalen
Strukturen für souveräne Individuen und deren Unternehmungen.
Zu meinen persönlichen Mandanten und Kunden zählen neben einigen börsennotierten Unternehmen, hauptsächlich mittlere und kleine Unternehmen,
Unternehmerpersönlichkeiten sowie einige Freiberufler, die Strukturen zur Haltung von Kapitalbeteiligungen, Marken und Domains benötigen. Aber auch Kapitalanleger auf der Suche nach einem verschwiegenen Bankhaus, Schließfächern für Dokumente und Wertgegenstände und die an die Errichtung einer eigenen Vermögensverwaltungsgesellschaft denken, zählen dazu. Jungunternehmer, Existenzgründer, Dotcom- und Offshore-Unternehmer haben eine andere Problemstellung und interessieren sich meist für die Gründung steuergünstiger Kapitalgesellschaften, kostengünstiger Infrastruktur und sicheren Webspace. Nebenbei zählt noch das nicht kommerzielle Informationsprojekt andorra-intern.com zum Thema Andorra zu meinen Aktivitäten.

Markenpost.de: Welche beruflichen Perspektiven hat ein Auswanderer im Fürstentum Andorra?

Arbeitslose gibt es in Andorra praktisch nicht, im Gegenteil, in vielen Branchen kommt es immer wieder zu einem Personalmangel. Ohne Kenntnisse der katalanischen oder zumindest der spanischen und französischen Sprache wird kaum jemand in Andorra einen Arbeitsplatz finden. Eher seltenen benötigt die andorranische Wirtschaft Arbeitskräfte, die andere Sprachen wie die Deutsche beherrschen und auf Kenntnisse anderer Sprachen verzichten.

Markenpost.de: Wenn ein Auswanderer in Andorra Arbeit gefunden hat, erhält er dann auch eine Aufenthaltserlaubnis oder ist dies ähnlich schwer wie beispielsweise im Fürstentum Liechtenstein?

Wer einen Arbeitgeber gefunden hat, der bereit ist, einen ausländischen
Arbeitssuchenden einzustellen, muss einen Antrag auf Bewilligung einer
Arbeitsgenehmigung beim Ausländeramt stellen. Wer, aus welchen Gründen auch immer, den Arbeitsplatz verliert, verliert als bald auch das Aufenthaltsrecht. Ausländer dürfen sich nicht einfach so in Andorra niederlassen, Andorra ist kein EU Mitgliedsland. Wer sich länger als 90 Tage in Andorra aufhalten möchte, muss eine Genehmigung beantragen.
Getarnte unternehmerische und selbständige Arbeit durch eine Tätigkeit als angestellter Generalbevollmächtigter gibt es natürlich auch, ist aber vom Gesetzgeber so nicht vorgesehen. Der lokale Markt ist schwierig zu erobern, auch bei einem Joint Venture mit Einheimischen. Und spezialisierte Angebote können vom lokalen Markt alleine meist nicht existieren. So eignet sich der Standort in Einzelfällen als Sitz für die Geschäftsleitung einer Unternehmung, die von Andorra aus verwaltet und koordiniert wird und entfernte Märkte oder den Weltmarkt in Auge hat.

Markenpost.de: Können Sie das Land anderen Aussteigern empfehlen. Wenn ja, warum?

Andorra ist kein Land für Aussteiger, vielleicht für Auswanderer, Existenzgründer und Kapitalrentner und meinetwegen auch Steuerflüchtlinge. Die Bezeichnung Aussteiger ist ein negativ besetzt Wort zur gesellschaftlichen Herabsetzung einer Person mit meist unredlichen Absichten.

Markenpost.de: Sagen wir also Menschen, die in einem neuen Land neues Glück finden wollen... Ist dann Andorra empfehlenswert?

Andorra ist kein klassisches Einwanderungsland und deshalb
sicher nicht für jeden geeignet. Die Einwanderungsgesetze sind vorrangig geschaffen worden, um der einheimischen Wirtschaft billige Arbeitskräfte aus dem Ausland zu erschließen, möglichst zum Mindestlohn von knapp 5,00 EUR pro Stunde. In gewissem Umfang auch zur Schaffung und Stabilisierung von mehr Konsumnachfrage und um damit der heimischen Wirtschaft eine rentable Spezialisierung zu ermöglichen. Und historisch gesehen zu einer gewissen Zeit um mehr vorweisbare Substanz an Bevölkerung zur Erlangung der Anerkennung als Staat zu erreichen. Residenten, die sich zuvor als Unternehmer und Selbständige bereits Märkte außerhalb von Andorra erschlossen haben, finden die interessantesten Möglichkeiten in Andorra.
Andorraner machen vorrangig Geschäfte untereinander und mit Ausländern, die im Ausland sind, nicht jedoch mit frisch angekommenen Ausländern in Andorra. Dass Neuankömmlinge in Konkurrenz zu den einheimischen Marktteilnehmern treten, ist sicher das Letzte, was der andorranische Gesetzgeber beabsichtigt hat. Für Personen, die als Kapital- und Altersrente regelmäßige Einnahmen von derzeit mindestens etwa 2.600 EUR im Monat nachweisen können, bietet sich die Option, als sogenannter Passiv-Resident eine Aufenthaltsbewilligung zu erlangen.

Markenpost.de: Eine ähnliche Regelung gibt es auch im Fürstentum Liechtenstein. Was bedeutet diese "Passiv- Resident" Regelung genau?

Passiv deshalb, weil die Aufenthaltsgenehmigung ohne eine Arbeitsgenehmigung erteilt wird. Dies sind Personen, denen es aufgrund weitergegebener Vermögen oder vorausgegangener erfolgreicher wirtschaftlicher Aktivitäten möglich ist, auf das Recht einer aktiven Teilnahme durch Arbeit am wirtschaftlichen Leben innerhalb Andorras zu verzichten. Es gibt Länder, in denen man besonders gut Geld verdienen kann und solche, in denen man es besonders gut anlegen kann. Andorra ist ein privilegierter Ort zur Führung von diskreten Kontokorrentkonten und Nummernkonten.

Markenpost.de: Diskrete Kontokorrenten... also Bankgeheimnis?

Das geschichtlich auf Tradition beruhende Bankgeheimnis wurde durch ein Gesetz zum Schutz des Bankgeheimnisses weiter ausgebaut und gefestigt. Und unter der Zuhilfenahme gewisser Gestaltungsmittel lassen sich sowohl quellensteuerfreie als auch anonyme Konten realisieren. Auch wenn
es bisher nur wenige Banken in Andorra gibt, sind die Unterschiede groß. Nicht jede Bank ist für jeden Zweck gleich gut geeignet. Auch sind die andorranischen Banken nicht verpflichtet, Konten für Gebietsfremde zu eröffnen.

Markenpost.de: Welche Tipps würden Sie einem Auswanderer unbedingt mit auf den Weg geben?

Egal wo man hinkommt, meist ist es so, dass die Leute vor Ort den eigenen Standort in den höchsten Tönen loben. Bei einem solchen "Gesülze" sollte bei Ihnen die Alarmglocke klingeln. Alle die sagen, dass im neuen Wohnsitzland alles toll ist, sind dort noch gar nicht wirklich angekommen oder wollen anderen nur wieder etwas verscherbeln. Realistisch betrachtet erkennt man früher oder später, dass der ideale Standort so nicht
existiert. Welcher Standort letztlich wirklich der am besten geeignete ist, kommt immer auf den konkreten Einzelfall an. Die klassische Verlegung der Interessen durch Auswanderung von Land A nach Land B ist heute nur selten die optimale Lösung. Meist werden dabei lediglich die Probleme am
Standort A gegen andere Probleme des Standorts B getauscht. Wenn der Einwanderer mit der neuen Problemstellung besser klar kommt, als mit der alten, kann das als Erfolg gewertet werden.

Markenpost.de: Das heißt ein Standortwechsel bietet keine neuen Möglichkeiten?

Doch natürlich. Ein Standortwechsel durch Auswanderung bietet die Chance, das gesamte Interessenkonglomerat eines Individuums, dessen private Vermögensvorsorge und wirtschaftliche Aktivitäten inklusive seines oder seiner Unternehmungen neu zu strukturieren. Aus Sicherheitsüberlegungen setze ich nicht auf einen einzigen Standort. Eine dezentrale Struktur, die sich über mehrere Staaten verteilt, kann auch im kommenden postdemokratischen Zeitalter ein guter Schutz sowohl vor privater als auch
staatlicher Willkür sein. Sicherheit ist eben wichtig. Zunehmend mehr außerhalb jeglicher demokratischer Kontrolle geratene "running Gangs" lassen viele Nationalstaaten immer mehr zu einem Risikofaktor für den Einzelnen, dessen Freiheit und sein Hab und Gut werden. Vergleichbar den Angeboten von Internetseiten gibt es in der realen Welt auch Staaten, Territorien, Sonderzonen und Gebiete, die sich als Spezialisten für das eine oder andere Thema herausgebildet haben und sich für den einen oder anderen Teilaspekt besonders qualifiziert haben, aber trotzdem nicht unbedingt geeignet sind, dort alle Zelte aufzuschlagen. Deshalb bin ich an der Aufrechterhaltung der Vielfalt und des Wettbewerbs zwischen den Staaten und zwar auch der steuerlichen interessiert. Die schlechter haushaltenden Hochsteuerländer versuchen durch die Diskriminierung von Ländern, die niedriger besteuern, sich diesem Wettbewerb zu entziehen. Auswanderungswillige Deutsche sollten bedenken, dass die deutschen Behörden im Vergleich zu anderen Nationen ein sehr gespaltenes Verhältnis zu ihren im Ausland lebenden Staatsangehörigen haben. Das trifft besonders auf die deutschen Auslandsvertretungen zu, hier darf man nichts Positives erwarten.

Markenpost.de: Gibt es Landsleute, die in Andorra eine neue Heimat gefunden haben?

Ja natürlich, zwischenzeitlich sind in Andorra rund 390 Deutsche gemeldet. Einige davon gehen wohl auch auf mein "Konto". Im Laufe der Jahre habe ich einigen davon zur Existenzgründung verholfen. Die stärksten Befürworter und selbst ernannten Verteidiger des Fürstentums sind meist Residenten, die in der Praxis überwiegend nicht tatsächlich in Andorra sind. Also mehr
oder weniger nur auf dem Papier im Fürstentum wohnen und versuchen, irgendwie nur die Vorteile mitzunehmen. So manch ein Resident verteidigt ein Andorra, das es in der Realität so gar nicht gibt und auch nie gegeben hat; teils mangels Sprachkenntnissen und teils in der Annahme, dass die Unterlassung jeglicher Kritik zur bevorzugten Duldung beiträgt. Dabei verschmelzen Mythos und Wunschdenken zu einem Brei. Das Gejubel
lässt aber im Laufe der Zeit nicht selten immer mehr nach oder schlägt schon einmal schlagartig in das Gegenteil um. Das Ergebnis ist dann ein ständiges Kommen und Gehen von Ausländern in Andorra. Nur wenige bleiben für immer in Andorra.

Markenpost.de: Fürstentum Andorra: Außer der geographischen Lage und paradiesischen Steuerbedingungen, weiß man sehr wenig über das kleine Land.
Wie sieht Andorra aus, wenn man hinter die Fassade des Fürstentums blickt?

Der Sonderfall Andorra ist insgesamt ein sehr heterogenes System und nur wenig vergleichbar mit den großen Flächenstaaten in Europa.
Optisch ist Andorra eine permanente Großbaustelle und das, mit kleinen
Unterbrechungen, seit vielen Jahrzehnten. Gebaut wird, was die Betonmischer hergeben, manchmal sogar in der Nacht, ein bisschen wie in Dubai, nur eben nicht so hoch.

Markenpost.de: Also sehr aufstrebend und offen für Neues?

Andorra funktioniert etwa wie ein Absorber, ständig kommt neues Humankapital mit Ideen und Kapital ins Land und viele verlassen nach unterschiedlicher Verweildauer und etwas reicher an Erfahrungen das Land wieder. Andorraner können, wenn Sie wollen, sehr schnell auf Gesetzeslücken reagieren, wenn sie wollen, und quasi über Nacht die Rahmenbedingungen durch Gesetze verändern. Meist spielen Sie jedoch die Karte mit der Zeit.
Das ursprüngliche "alte Denken" der andorranischen Familien ist sehr langfristig angelegt und geht weit über den Zeitraum der eigenen Generationen hinaus. Auch wenn diese Vorgehensweise auf dem Rückzug ist. Die Planungszeiträume sind einfach länger angelegt. Die Verantwortung für künftige Generationen war zumindest bis jetzt besser. Das von der Wirtschaft diktierte Denken in kurzfristigen Quartalsergebnissen ist eher neu in Andorra.

Markenpost.de: Innovation kombiniert mit altem Denken. Eine ungewöhnliche Kombination...

Der andorranische Anwalt und Schriftsteller Antoni Morell hat einmal sinngemäß gesagt: Andorra ist mit allem einfach nur spät dran. Ich denke, das trifft die Sache ganz gut. In manchen Bereichen ist Andorra wie ein Zeitfenster, das den Blick zurück ermöglicht auf anderen Orts längst nicht mehr offen sichtbare Strukturen und Mechanismen.

Markenpost.de: Ein anderes Land bedeutet auch andere Sitten, eine andere Kultur und andere Menschen. Wie ist das Zusammenleben zwischen Auswanderern und Andorranern?

Zuerst bewegt man sich in Andorra als deutscher Einwanderer unter vielen anderen Einwanderern anderer Nationalitäten. Die Bevölkerung unterteilt sich nicht nur in Ausländer und Andorraner. Ausländer werden
je nach Status der Aufenthaltsgenehmigung neben einigen Sonderformen zunächst grob in die zwei Gruppen unterteilt: die aktiven, also diejenigen, denen eine Aufenthaltsgenehmigung mit Arbeitserlaubnis erteilt wurde und die passiven Residenten, welche nur eine Aufenthaltsgenehmigung besitzen. Desweiteren wird unterschieden zwischen Ausländern, die nur eine befristete Aufenthaltsgenehmigung haben und solchen, mit einer längerfristigen verlängerungsfähigen Aufenthaltsbewilligung und solchen, die als
Grenzgänger eine Arbeitsbewilligung haben. Weiter muss nach erlangter Dauer der Aufenthaltsgenehmigung und der Nationalität unterschieden werden. Rechtlich bevorzugt behandelt werden Spanier und Franzosen und demnächst auch die Portugiesen. Auch wenn Menschen aus sehr vielen Nationen in Andorra leben und arbeiten, ist Andorra definitiv kein Multikulti-Staat. Eine Sonderstellung nehmen die Katalanen ein, denn diese betrachten Andorra sowohl als ausländische Gastarbeiter als auch als Andorraner der
zweiten Generation mit katalanischer Herkunft eigentlich als „ihr Territorium“. Die Bevölkerung ist also insgesamt stark fragmentiert, so dass sich im Zentrum der Macht in 700 Jahren andorranischer Geschichte wenig geändert hat.

Markenpost.de: Das klingt so, als wenn sich die Menschen in Andorra nicht in übliche Schubladen stecken ließen und wenn man es versucht kommt eine wunderliche Kommode zustande...

Das Leben in Andorra erfordert eine differenziertere Betrachtung. Da ist eine Zuordnung nach Andorranern und Ausländern wenig hilfreich. Im übrigen gibt es die Andorraner und die Ausländer so gar nicht, sondern nur in der Statistik. Die „alten“ Andorraner und die handverlesenen und nach Prüfung hinzugekommenen Neuandorraner sowie die rechtlosen Papier-Andorraner, also Kinder von Ausländern, die in Andorra geboren wurden und noch nicht volljährig sind, erhalten die vorläufige Staatsbürgerschaft von Andorra.
Die echten ursprünglichen Andorraner sind professionelle Tiefstapler. Meist wenig zugänglich, eher verschlossen und wirken etwas steif. Der Kontakt mit rechtlosen Ausländern ist eher bedeutungslos, wenn nicht in gewissen Kreisen teilweise sogar fast verpönt. Der Umgang ist aber traditionell insgesamt freundlich, einige Andorraner sind sogar ausgesprochen germanophil.

Markenpost.de: Ein versponnenes Nezt zwischen den Bergen der Pyrenäen, das doch prädestiniert dafür ist Schwierigkeiten zu schaffen?

Um Probleme zu vermeiden, sollte man sich in Andorra sehr genau überlegen, mit wem man "Geschäfte" macht. Das ist die beste Prävention, um nicht über den Tisch gezogen zu werden. Aufgrund der besonderen Zusammensetzung der Bevölkerung in Andorra kann es sein, dass man auch mit ganz außergewöhnlichen Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Ländern zusammen trifft, mit völlig unterschiedlichen Weltbildern, Ideen und Standpunkten, mit welchen die meisten Menschen in Deutschland so meist in ihrem gesamten Leben nicht die Chance haben in Kontakt zu kommen. Diese Menschen trifft man allerdings nicht am Stammtisch.

Markenpost.de: Mit welcher Sprache kommt man in Andorra auf jeden Fall klar?

Theoretisch kommt man mit Katalanisch am besten in Andorra klar. Wenn man viel mit Behörden zu tun hat, ist die Amtssprache Katalanisch zwingend erforderlich. Im täglichen Leben kann einem das aufgrund des hohen Anteils von Gastarbeitern aus Ländern, in denen Spanisch und Portugiesisch gesprochen wird, schon öfters einmal passieren, dass man mit einer katalanischen Ansprache nicht verstanden wird. Spanisch ist am weitesten
verbreitet, außer in Pas de la Casa, wo Französisch dominiert. Wer tatsächlich in Andorra leben möchte, sollte aber zumindest etwas Katalanisch lernen und nicht Spanisch. Die Regierung bietet kostenfreie Katalanisch Sprachkurse an, so dass der Einstieg in die Sprache erleichtert wird.

Markenpost.de: Die Sprache zu beherrschen ist also ein "MUSS"?

Um nicht permanent auf die Hilfe Dritter angewiesen zu sein, Manipulationen besser zu erkennen und um die eigenen Interessen angemessen verteidigen zu können, sind in Andorra in jedem Fall katalanische Sprachkenntnisse nützlich. Zugegeben, es gibt Ausländer in Andorra, die nach 30 Jahren immer noch kein Katalanisch verstehen und hier glücklich und zufrieden leben. Diese Residenten informieren sich über die Geschehnisse im Land über ausländische Zeitungen, was zu einer ganz eigenwilligen Sicht der Dinge über Andorra führt und nur noch sehr wenig mit der Realität
übereinstimmt. Die katalanische Sprache dient nicht nur der Kommunikation. Daneben ist die Sprache auch ein Instrument zur Abgrenzung und zum Schutz, welche dem Sprachunkundigen die sofortige tiefere Einsichtnahme verhindert. Es gibt in Andorra viele Dinge und Zusammenhänge, die sich dem verlangsamt durchreisenden Gastarbeiter oder temporären Residenten dadurch entziehen.

Markenpost.de: Was vermissen Sie an Deutschland am meisten ?

Am meisten vermisse ich deutschsprachige Buchhandlungen. Und vielleicht noch deutsches Pflaumenmus.

Markenpost.de: Können Sie sich eine Rückkehr nach Deutschland vorstellen?

Es gibt auch in Deutschland sehr schöne Landschaften, die zum Verweilen und
Niederlassen einladen. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind aber immer ungünstiger geworden. Was sollte ich in Deutschland machen? Und was würden meine Kinder zu dem deutschen Schulsystem sagen? Ich bin mir gar nicht so sicher, wie es sein wird, wenn ich irgendwann im Laufe dieses Jahres mit dem Kraftfahrzeug nach Deutschland einreisen werde. Wegen der jetzt verordneten Umweltplakette frage ich mich, ob ich noch in alle Städte fahren darf. Das
ganze scheint mir zwar mehr nach einer modernen Art der Wegelagerei auszusehen und verstößt möglicherweise gegen internationale Abkommen über die Nutzung öffentlicher Straßen. Die Plakette wird jedenfalls nicht signifikant zur Feinstaub-Reduzierung beitragen, jedoch zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Ein Nutzen für die Umwelt ist nicht erkennbar. Deutschland unterliegt einer Entwicklung, die sich schon seit vielen Jahren abzeichnet.

Markenpost.de: Eine Entwicklung?

Alles deutet darauf hin, dass die Lage sich insgesamt in einem noch nicht gekannten Umfang erheblich weiter verschlechtern wird. Leider wird die Bevölkerung nur ungenügend auf die kommenden Entwicklungen vorbereitet. Die gleich geschalteten Massenmedien haben Ihre Aufgabe als „vierte Gewalt“ verloren und tragen nur noch mehr zur Volksverdummung bei. Von den da kommenden Entwicklungen wurde noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs offen gelegt. Ein Optimist ist, wer meint, dass es nicht noch schlimmer werden kann. Trotzdem hoffe ich für Deutschland, das sich nochmal alles
zum Guten wendet.

Markenpost.de: Also definitiv nicht mehr zurück ins Land der schlechten Stimmung?

In das Deutschland, so wie es heute ist, möchte ich nicht mehr zurückkehren. Keiner weiß, in welche Länder es den Einzelnen eines Tages aus welchen Gründen auch immer einmal noch verschlagen wird, aber auch wenn ich nicht mehr in Deutschland lebe, werde ich durch die Sprache den deutschsprachigen Ländern immer verbunden sein. Der Wert der deutschen Sprache erschließt sich einen in Deutschland nicht so deutlich wie im Ausland.

Markenpost.de: Ein Mensch, der weit weg ein neues Zuhause findet, ist vielleicht auch ein Weltenbummler, der es liebt zu reisen. Wie ist das bei Ihnen?

Reisen bildet sagt man und die vielen hohen Berge in Andorra versperren bekanntlich die Weitsicht in den europäischen Raum, nicht nur der Andorraner. Deshalb ist es notwendig, Andorra von Zeit zu Zeit einmal zu verlassen, aber es ist nach einer Weile genauso angenehm wieder zurück zu kommen. In der Praxis trifft man mich, von der Ferienzeit
abgesehen, überwiegend in Andorra an. Die Lust am Reisen wird angesichts der immer penetranteren menschenentwürdigenden Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen und Grenzen zu einem ganz eigenen Sicherheitsrisiko, welche einem die Freude am Reisen schon deutlich verderben kann.

Markenpost.de: Was bedeutet für Sie „Ankommen“ im Leben?
Freiheit! Rechtssicherheit. Sich einbringen können und angemessen wohnen.


Dorothea Alber im Gespräch mit Hans H. Boldt.
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Quelle: www.andorra-intern.com


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