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29. Juli 2009 Druckversion | Kommentar schreiben

GESUNDHEIT

Schweinegrippe-Symptome: Wann muss ich zum Arzt?

Schweinegrippe-Symptome: Wann muss ich zum Arzt?
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Die Symptome der Schweinegrippe ähneln denen der alljährlichen Influenza im Winter: Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können vorkommen.





Die im Volksmund als “Schweinegrippe” bezeichnete Infektion mit dem H1N1-Virus verläuft bislang in Europa realtiv mild, trotzdem gibt es Berichte von deutlich schereren Verlaufsformen. Das Krankheitsbild ähnele in den meisten Fällen einer normalen Erkältung.

Wie erkennt man die Schweinegrippe?

Die Symptome der Neuen Grippe A/H1N1 ähneln den Symptomen der jährlichen Grippe im Winter (saisonale humane Influenza): Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit. Einige Menschen, die mit dem Erreger der Neuen Grippe A/H1N1 infiziert waren, berichteten auch über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Alarmiert sollte jeder sein, der typische Symptome entwickle. „Das erste bei der Influenza ist, dass man sich wirklich krank fühlt, dass man Fieber hat und sich wie erschlagen fühlt, manchmal Halsschmerzen dazu kommen, und nach einiger Zeit kommt dann der Husten“, erklärt der Virologe Alexander Kekulé.

Wie steckt man sich an?

Es ist davon auszugehen, dass das neue Influenzavirus H1N1 wie eine übliche Influenza übertragen wird: überwiegend durch Tröpfchen, die zum Beispiel beim Sprechen, aber vor allem beim Husten oder Niesen entstehen und über eine geringe Distanz auf die Schleimhäute von Kontaktpersonen gelangen können. Vermutlich kann die Übertragung auch über Oberflächen erfolgen, die mit virushaltigen Sekreten verunreinigt sind, wenn sie angefasst werden. Dabei gelangen die Viren über die Hand in Mund, Nase oder Augen. Der Anteil der Übertragungen auf diesem Wege ist aber nicht bekannt.

Wie lange dauert es, bis Symptome auftreten?

Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung ist von der Art des Influenza-Virus abhängig. Bei den Erregern der saisonalen Influenza beträgt diese ein bis vier Tage. Die genaue Inkubationszeit des neuen Influenza-Virus scheint nach ersten Erkenntnissen ähnlich wie bei der saisonalen Influenza zu sein. Bei der neuen Influenza wird angenommen, dass manche Patienten ebenfalls bereits am Tag vor Symptombeginn Viren ausscheiden, bei der Dauer der Ausscheidung wird von einer Woche ausgegangen.

Wie kann die Neue Grippe A/H1N1 diagnostiziert werden?

Das neue Virus (Influenza A/H1N1) kann mit üblichen Diagnose-Verfahren nicht nachgewiesen werden. Das Nationale Referenzzentrum für Influenza am Robert Koch-Institut und andere Laboratorien in Deutschland können dieses Virus aber mit einer angepassten Methode sicher nachweisen. Zur Diagnose sollte ein Rachen- oder Nasenabstrich möglichst rasch nach Beginn der Erkrankung von einem Arzt entnommen und an ein Labor eingesandt werden.
Durch die verfügbaren Schnelltests lasse sich eine Infektion innerhalb von etwa zwölf Stunden zuverlässig nachweisen.

Was sollte man tun, wenn man befürchtet, an der Neuen Grippe erkrankt zu sein?

Bei einem Verdacht auf Neue Grippe sollte eine ein Arzt aufgesucht werden, insbesondere wenn man sich in betroffenen Gebieten aufgehalten oder Kontakt mit infizierten Personen gehabt hat. Der Arzt sollte telefonisch auf den Verdacht hingewiesen werden, um zu verhindern, dass man beim im Wartezimmer andere Personen ansteckt. Auf dem Weg zur Praxis sollte enger Kontakt zu anderen Menschen vermieden werden. Grundsätzlich sollten beim Husten oder Niesen Mund und Nase bedeckt sein, empfohlen wird in den Ärmel zu husten oder zu niesen. Es sollten Einmaltaschentücher verwendet werden.

Nach derzeitigen Informationen sind die antiviralen Medikamente Tamiflu und Relenza auch gegen die “Schweinegrippe” wirksam. Diese sind allerdings verschreibungspflichtig und sollten nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden. Je früher eine Behandlung stattfindet, desto höher ist der Behandlungserfolg.

Wie kann ich mich auf Reisen vor einer Ansteckung schützen?

Das Virus ist leicht von Mensch zu Mensch durch sprechen, husten oder niesen übertragbar. Die WHO empfielt: alltägliche Hygienemaßnahmen - vor allem regelmäßiges Händewaschen mit Seife - können dazu beitragen, sich vor einer Infektion zu schützen. Menschenansammlungen sowie geschlossene Räume mit Menschenmassen bergen ein Risiko. Gerade im Urlaub in Spanien sollte man vorsichtig sein, da intensive Sonne, aber auch Alkohol die Abwehr schwächen.

Wie ernst ist die Krankheit eigentlich?

Bislang sind von rund 3.000 Fällen in Deutschland nur drei als ernst eingestuft worden. Häufig verläuft die Krankheit wie eine leichte Variante der normalen Grippe mit Gliederschmerzen und Fieber. Bei einigen Patienten dauert sie nur ein bis drei Tage, die allermeisten sind nach einer Woche wieder gesund.


Das Bundesministerium für Gesundheit bietet eine kostenlose Nummer an, unter der sich Bürgerinnen und Bürger zur „Influenza A/H1N1" informieren können. Das Bundesgesundheitsministerium reagiert damit auf den hohen Informationsbedarf in der Bevölkerung.

Die Nummer der Bürger-Hotline ist zur Zeit unter

0800 44 00 55 0

montags bis donnerstags zwischen 8 und 18 Uhr und freitags zwischen 8 und 12 Uhr zu erreichen.





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