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25. Mai 2007 Druckversion | Kommentar schreiben

TV & GESELLSCHAFT

Verwirrung um eine Hebamme bei G8

Verwirrung um eine Hebamme bei G8

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Berlin . Demos, Sit-Ins und Proteste - alles Schnee von gestern. Sat.1 zeigt in der Komödie «Frühstück mit einer Unbekannten» am Dienstag (20.15 Uhr), wie sich die Ziele der Globalisierungsgegner auf dem G8-Gipfel von Heiligendamm wirklich durchsetzen lassen. Für die fiktive Geschichte um die real noch bevorstehenden Verhandlungen der Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industrienationen plus Russlands bietet der Sender renommiertes Schauspielpersonal auf.





Jan Josef Liefers spielt einen Sekretär von Bundesfinanzminister Klaus Vorschmidt (Jürgen Heinrich). Laurens ist ein überkorrekter Mensch, der für seinen Chef Zahlen über Zahlen zur Kindersterblichkeit in Afrika aufbereitet, während das Leben unbemerkt an ihm vorbeizieht. Dann verliebt er sich in die junge Hebamme Gina, gespielt von Julia Jentsch. In holprigen Dialogen und steifen Gesten nähern sie sich ganz leise an, und als Laurens in der Entourage von Minister und Bundeskanzlerin nach Heiligendamm muss, begleitet ihn Gina als neue Freundin.

Damit gerät sie immer wieder auf politisches Parkett, auf dem sie als Begleitung eines Delegationsmitglieds gar nichts verloren hat. Als ihr schließlich ihr Angebeteter von der Kindersterblichkeit in Afrika berichtet, treten der jungen Geburtshelferin Tränen in die Augen. Beim Dinner mit der Kanzlerin (Iris Berben) schließlich appelliert sie an die Staats- und Regierungschefs, die Millennium-Ziele der UN wieder nach ganz oben auf die politische Agenda zu setzen. Für eine Nebenrolle gewann der Sender die französische Schauspielerin Catherine Deneuve.

Begleitet wird der Film von einer Kampagne zu Gunsten des UN-Kinderhilfswerks UNICEF und der Kampagne «Make Poverty History», die im Deutschen den Titel «Deine Stimme gegen Armut» trägt. Laut Liefers verzichteten die Beteiligten auf einen Teil ihrer Einnahmen, Sat.1 reicht die Gelder aus dem Video-, DVD- und Weltvertrieb an die Kinderhilfsorganisation weiter, die damit das Projekt «Schulen in Afrika» unterstützt.

Das britische Original der Geschichte - «The Girl in the Café» - hatte bereits vorgemacht, wie das funktionieren kann. Neben dem «Cinema for Peace»-Award bekam die BBC-Produktion zudem drei Emmys und einen Golden Globe. Die BBC erzählte die Liebesgeschichte mit Blick auf den G8-Gipfel 2005 im schottischen Gleneagles. Der deutsche Drehbuchautor Martin Rauhaus und Regisseurin Maria von Heland verlegten die Handlung nun nach Heiligendamm.

Während Komik und Liebe in dem Film eher leise daherkommen, ist die «Message» überdeutlich zu vernehmen. Darunter leidet die im Großen und Ganzen sensibel gestaltete Produktion. Dem Sender allerdings dürfte allein schon wegen der Einblicke, die der Film den Zuschauern in Teilen in dem schon jetzt abgeriegelten Tagungsort bietet, für Quoten sorgen.








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