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Berlin . Eine Zerschlagung des Essener Ruhrkonzerns RAG wird es offenbar nicht geben. «Darauf haben wir uns verständigt, die Aufspaltung ist vom Tisch», hieß es am Dienstag aus SPD-Kreisen nach einer Sitzung des Koalitionsausschusses am Vorabend. Der Konzern solle wie ursprünglich geplant als Ganzes an die Börse gebracht werden. Der Gesetzentwurf über den Ausstieg aus der Kohleförderung solle noch vor der Sommerpause im Parlament verabschiedet werden.
Vor dem Börsengang wird der RAG-Konzern in eine Stiftung eingebracht und der Bergbau - der so genannte schwarze Bereich - abgespalten. Die anderen Sparten - der so genannte weiße Bereich - des RAG-Konzerns - Chemie (Degussa), Energie (Steag) und Immobilien - bringt die Stiftung dann an die Börse. Die Einnahmen aus dem Börsengang soll die Stiftung nutzen, um die Folgekosten des Bergbaus, die so genannten Ewigkeitskosten, abzudecken. Mit dem Auslaufen der Bergbau-Subventionierung 2018 schließen die Zechen.
Jüngst war immer wieder über einen Einzelverkauf der einzelnen Sparten des weißen Bereichs spekuliert worden, um möglicherweise höhere Erlöse zu erzielen als bei einem Börsengang. Vor allem der Chemiekonzern Lanxess ist an einer Übernahme der Degussa interessiert. Experten zufolge könnte ein geschlossener Börsengang des weißen Bereichs rund fünf Milliarden Euro einbringen.

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