Logo Markenpost.de
Druckversion:
USA melden Festnahme von engem Bin-Laden-Vertrauten
vom 14. März 2008 auf www.markenpost.de


USA melden Festnahme von engem Bin-Laden-Vertrauten

Die USA haben nach eigenen Angaben einen engen Gefolgsmann von El-Kaida-Chef Osama bin Laden in ihre Gewalt gebracht. Der Terrorverdächtige Muhammad Rahim werde seit dieser Woche im US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba festgehalten.

Die USA haben nach eigenen Angaben einen engen Gefolgsmann von El-Kaida-Chef Osama bin Laden in ihre Gewalt gebracht. Der Terrorverdächtige Muhammad Rahim, der Bin Laden 2001 zur Flucht vor den US-Truppen in Afghanistan verholfen haben soll, werde seit dieser Woche im US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba festgehalten, sagte ein Pentagon-Sprecher in Washington. Der US-Auslandsgeheimdienst CIA habe Rahim in die Obhut des Verteidigungsministeriums gegeben, teilte er weiter mit.

Wann und unter welchen Umständen Rahim von der CIA aufgegriffen wurde, teilte der Sprecher nicht mit. Rahim sei "einer von Osama bin Ladens treuesten Helfern und Logistikexperten", sagte Whitman. Der Verdächtige habe Bin Laden geholfen, das Höhlensystem von Tora-Bora in den afghanischen Bergen zum Versteck auszubauen. Als US-Truppen Ende 2001 im Anmarsch dorthin waren, habe Rahim dem El-Kaida-Chef zur Flucht verholfen.

Derweil berichtet die Zeitung "Stavanger Aftenblad" in seiner Online-Ausgabe, ein von der CIA für Gefangenentransporte verwendetes Flugzeug sei im norwegischen Sola zwischengelandet. Die Maschine einer vom US-Geheimdienst betriebenen Firma sei aus Brno in Tschechien gekommen und nach dem Auftanken nach Keflavik in Island weitergeflogen, hieß es unter Berufung auf Flughafenmitarbeiter. Über mögliche Passagiere an Bord wurde demnach nichts bekannt.

Dem Bericht zufolge wurden am Flughafen von Sola im Südwesten Norwegens zwischen 2003 und 2007 bis zu 15 Zwischenlandungen von Maschinen registriert, von denen angenommen wird, dass die CIA sie für Gefangenentransporte verwendet. Eine Sprecherin des norwegischen Außenamtes sagte dem "Stavanger Aftenblad", das Ministerium sei über die Landung nicht informiert gewesen. In der Vergangenheit hätten die US-Behörden jedoch versichert, die norwegischen Gesetze einzuhalten und die Flugzeuge nicht für illegale Gefangenentransporte zu nutzen.



Internet: AFP