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25. Februar 2013

Studie: Junge Arbeitnehmer aus Südeuropa sind Verlierer der Euro-Krise

Frankfurt/Oder (dts) – Die Jugend in Südeuropa ist der große Verlierer der Euro-Krise. Seit 2008 ist die Jugendarbeitslosigkeit in den betroffenen Ländern weitaus stärker gestiegen als die Arbeitslosigkeit bei älteren Arbeitnehmern. Das ist das Ergebnis einer Berechnung von Ökonomen der Europa-Universität Viadrina für die „Welt“.

In Griechenland etwa ist die Wirtschaftsleistung zwischen 2008 und 2012 um fast ein Fünftel eingebrochen. In dieser Zeit ist die Jugendarbeitslosigkeit um 28,4 Prozent auf 59,4 Prozent nach oben geschnellt. Der Anteil der älteren Arbeitslosen stieg im gleichen Zeitraum hingegen lediglich um 13,8 Prozent. In Spanien stieg die Jugendarbeitslosigkeit im gleichen Zeitraum ebenfalls um 28,4 Prozent und die Arbeitslosigkeit unter Älteren nur um 12,9 Prozent. Auch in Irland legte die Arbeitslosenquote der Jungen mehr als doppelt so stark zu wie die Quote unter den Älteren. Dramatisch ist der Unterschied in Italien: Dort stieg die Arbeitslosenquote der Jungen zwischen 2008 und 2012 um 13,4 Prozent. An älteren Arbeitnehmern ging die Krise dagegen beinahe spurlos vorüber: Ihre Arbeitslosenquote stieg nur um 0,9 Prozentpunkte. Die ungleiche Verteilung der Lasten ist kein reines Krisenphänomen. Die Autoren der Studie, Georg Stadtmann und sein Kollege Oliver Hutengs, haben festgestellt, dass sich die Unterschiede bis 1983 zurückbeobachten lassen. In den Krisenländern zerfallen die Arbeitsmärkte stärker als anderswo in zwei Lager: Festangestellte mit ausgeprägtem Kündigungsschutz und vorwiegend junge Menschen auf befristeten Stellen. In Ländern mit flexibleren Arbeitsmärkten läuft die Entwicklung stärker synchron: In Deutschland sank die Arbeitslosigkeit bei den Jungen seit 2008 um 2,4 Prozent und bei den Älteren um 2,0 Prozent. In Österreich legte sie für die beiden Gruppen um 0,8 Prozentpunkte beziehungsweise 0,5 Prozentpunkte zu.

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