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Klares Ergebnis: Mehrheit der Deutschen gegen Euro-Bonds
18. August 2011

Umfrage: Deutsche sprechen sich klar gegen Euro-Bonds aus

Ein eindeutiges Ergebnis: 76 Prozent der Deutschen sprechen sich klar gegen eine Schuldenunion aus und lehnen Euro-Bonds ab. Mehr als drei Viertel der Bundesbürger lehnt ein Euro-Bond-Modell als Lösungsansatz für die europäische Schuldenkrise ab. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für den Nachrichtensender N24. Demnach haben sich lediglich 15 Prozent für Euro-Bonds ausgesprochen. 37 Prozent der Deutschen glauben, dass Deutschland mit einer Wiedereinführung der D-Mark besser dastünde.

Klares Ergebnis: Mehrheit der Deutschen gegen Euro-Bonds

Klares Ergebnis: Mehrheit der Deutschen gegen Euro-Bonds

Ebenfalls 37 Prozent sehen das genau andersherum. 19 Prozent glauben, eine Rückkehr zur D-Mark würde gar nichts ändern. Über die Lösungskompetenz der Bundesregierung sind die Deutschen geteilter Meinung. Demnach glauben 46 Prozent, die Verantwortlichen tun das Richtige, 49 Prozent haben kein Vertrauen in die Fähigkeiten der Regierung, die Finanzkrise zu lösen.

Für Deutschland brächten Euro-Bons langfristig erhebliche Mehrkosten mit sich.  Ende Juli lag die Rendite von 10-jährigen Bundesanleihen um 2,0 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt des Euroraums. Bei 5-jährigen Anleihen betrug der Renditeabstand 2,6 Prozentpunkte, bei zweijährigen Anleihen sogar 3,0 Prozentpunkte. Der mittlere Renditeabstand hängt folglich von der Laufzeitstruktur der deutschen Staatsverschuldung ab. Unterstellt man, dass sich eine mittlere Laufzeit von 7,5 Jahren einstellt, so ergibt sich ein Renditeabstand von rund 2,3 Prozentpunkten. Bezogen auf die gesamte derzeitige Bruttoschuld der Bundesrepublik Deutschland von 2080 Milliarden Euro (Stand: Ende 2010) resultieren daraus zusätzliche Zinskosten von 47 Milliarden Euro pro Jahr.

Die Zusatzkosten fielen geringer aus, wenn die Verschuldung der Euroländer zurückgeführt würde, wenn also im Euroraum Sparprogramme aufgelegt würden, die über die Anforderungen der deutschen Schuldenbremse hinausgehen. “Das aber ist äußerst unwahrscheinlich.”, schreibt das Ifo-Institut in seinem Bericht. Es stehe im Gegenteil zu befürchten, dass die Eurobonds den Anreiz zur Konsolidierung im Euroraum verringern werden, weil ja die Disziplinierungswirkung der Zinsspreads entfalle.

(dts/top)

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